Passion Radsport

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Berliner RTFs
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Berliner RTFs (Herbst 2012)

Die letzte RTF für dieses Jahr stand auf dem Plan: Die Flämingrunde vom RC Berliner Bär, die in Saarmund gestartet wird. Letztendlich wurde es dann doch noch eine RTF mehr an diesem Wochenende. Mit der Aussicht auf gutes Wetter entschloss ich mich, auch die RTF des RSV Spandau am Sonntag mitzufahren. So kamen mit den jeweiligen An- und Rückfahrtswegen über 340 Kilometer an diesen zwei Tagen zusammen.

RTF Flämingrunde

Es war meine erste Teilnahme an dieser RTF, obwohl es keine andere Veranstaltung gibt, die näher an Potsdam gestartet wird. Bis zum letzten Jahr hatte ich noch gar nicht an RTFs teilgenommen und 2011 hatte mich dann das bescheidene Wetter davon abgehalten. Dieses Jahr versprach der Wetterbericht Sonnenschein bei zu ertragenden 10-14°C, also stand meiner Premiere nichts mehr im Weg. Bei noch kühlen 8°C machte ich mich auf den regennassen Straßen (Bis in die Nacht hatte es noch geregnet.) Potsdams auf nach Saarmund, wo ich Claudia und Alex, mit denen ich schon mit Jordan zusammen die Oderbruch-RTF gefahren bin, angetroffen. Nachdem ich meine Wertungskarte abgegeben hatte, ging es schon bald los – sehr bald. Denn schon eine viertel Stunde vorm offiziellen Start starteten immer wieder Gruppen und auch wir schlossen uns einer an, denn hinterherfahren wollten wir auch nicht, obwohl ich eigentlich im Sinne der RTF-Neulinge für eine Einhaltung der Startzeit bin.

Berliner RTFsDie ersten Kilometer verliefen sehr schleppend, bereits im ersten Ort wurden wir von einer Baustellenampel aufgehalten. Auch danach war das Tempo nicht besonders hoch (mit Ausnahme der Abfahrt nach Caputh). Durch das ruhige Tempo gab es im Feld auch eine gewisse Unruhe, hin und wieder fuhren einzelne Fahrer oder kleine Grüppchen etwas schneller vorbei. In Ferch fuhr auch ich vorne raus, um nicht in den einen kleinen Gegenanstieg reinzubremsen. Alex war ein wenig voraus, ich holte ihn ein, wir sammelten noch ein paar Fahrer um uns und bis zur ersten Kontrolle in Kanin fuhren wir sehr zügig. Dort traf auch schon bald Claudia ein und gemeinsam machten wir uns nach einer kleinen Stärkung auf den weiteren Weg. Auf der Strecke sammelte sich wieder eine kleine Gruppe um uns. Mit einem weiteren Fahrer in einem RadioShack-Trikot teilte ich mir die Führung mit langen Ablösungen bei konstant über 30 km/h Berliner RTFsüber sehr schöne Straßen über Lehnin, Golzow und Bad Belzig zum nächste Verpflegungspunkt an einem Buswendeplatz zwischen Bad Belzig und Lübnitz. Auf den letzten Kilometern ging es schon langsam aber stetig bergauf und das setze sich nun bis Hagelberg, eine der höchsten Erhebungen Brandenburgs, fort, dabei war es aber nie wirklich steil.

Tendenziell führte die Strecke nun bergab, nur hin und wieder gab es kurze Hügel zu erklimmen, wenn man sie nicht schon mit dem Abfahrtsschwung bezwungen hatte. Auch in dieser Gegend waren die Straßen mit wenigen Ausnahmen sehr schön und praktisch kaum befahren. Der Wind kam nun von der Seite, während er auf der ersten Hälfte hauptsächlich von Berliner RTFsvorne wehte. das stimmte uns positiv, was die Rückfahrt betraf. Zusammen mit einem anderen Radler hielt ich das Tempo der in Zweierreihe fahrenden Gruppe auch nach den Abfahrten hoch (zwischen 35 und 40 km/h) und führten noch bis zum 3. Kontrollpunkt in Linthe, wo ein wirklich traumhaftes Buffet auf uns wartete. Neben geschmierten Broten, Bananen und Riegeln gab es unter anderem auch Cocktailwürstchen und Hackbällchen. Ein großes Lob an die Frauen der Linther Feuerwehr für diese Verköstigung, die neben der Sonne zu einem längeren Aufenthalt verleitet haben. Einige Fahrer unserer Gruppe machten sich auf den Weg, wir warteten noch auf Alex, der im schnellen Abschnitt unbemerkt den Anschluss verloren hatte. Bald darauf ging es auch für uns weiter.

Über Schlalach fuhren wir nun wieder auf mir bekannten und verkehrsarmen Straßen, überquerten die B2 (bzw. folgten ihr 200m auf dem Radweg) und setzten unsere Fahrt über Kemnitz fort. Wieder teilte ich mir die Führung mit dem „RadioShack-Fahrer“, dabei hielten wir das Tempo fast durchgängig über 30 km/h. Über Nettgendorf und Dobrikow fuhren wir gen Norden mit dem Wind im Rücken. Darüber war auch ich inzwischen froh, denn die Beine wurden immer schwerer. Der Schnitt lag inklusive der langsamen Anfangsphase inzwischen wieder über 30 und sollte auch nicht mehr darunter fallen. Kurz hinter Zauchwitz erreichten wir den letzten Kontrollpunkt. Nach einem netten Plausch, einer kleinen Stärkung und der Info, dass 215 Fahrer auf die Runden gegangen waren, nahmen wir die letzten 15 Kilometer in Angriff. Die Straße bis Stücken war etwas ruppiger, nach Fresdorf hatten wir aber wieder glatten Asphalt unter den Reifen, bevor die Route dort einen Plattenweg hinauf über die letzte Welle führte. Von Tremsdorf aus führten dann die letzten Kilometer durch den Wald und dann hatten wir das Ziel erreicht. Nach einer Cola und einer leckeren Erbsensuppe standen mir noch etwa 17 Kilometer Rückweg über Güterfelde bevor (Nachmittags wollte ich nicht mehr den direkten Weg nehmen.) und kam kurz vor 17h und nach 179 Kilometern müde zu Hause an. Abschließend sei noch mal der RC Berliner Bär gelobt für diese tolle RTF über sehr schöne Straßen, die auch viel Abwechslung boten und für die auch eine längere Anreise lohnt, wie ich von meinen Mitfahrern bestätigt bekommen habe.
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RTF Jenseits der Havel

Am Sonntag fand der Saisonabschluss des RSV Spandau statt, über maximal 112 Kilometer führte die Strecke durchs nördliche Havelland. Nachdem es in der Nacht geregnet hatte, waren die Straßen wieder nass, aber für den Tag waren keine weiteren Niederschläge angekündigt, also fuhr ich zusammen mit Jordan von Potsdam aus zum Startort in Spandau, was pro Fahrt für mich 25 Extrakilometer bedeutete. Nach der Anmeldung ging es auch hier früher als ausgeschrieben los. In einem gemütlichen Tempo (aber schneller als am Vortag) schlängelten wir uns aus Berlin und durch Falkensee hindurch raus aufs Land. Wie bei so vielen RTFs im Berliner Raum waren auch hier etliche Fahrer vom LBB-Radsport-Team vertreten, die dieses Feld anführten. nach 20 Kilometern erreichten wir den ersten Kontrollpunkt. Tee, Bananen, Brote und Kekse reichten locker für eine eigentlich noch nicht notwendige Stärkung.

Berliner RTFsDie Fahrer der Berliner Sparkasse waren leider schon unterwegs, wir fuhren erstmal in einer anderen größeren Gruppe, die uns dann doch etwas zu langsam war. Kurz vorm Streckenteilungspunkt fuhren wir vorne heraus, sammelten noch einen weiteren Fahrer ein und zu dritt fuhren wir nun mit Rückenwind gen Norden. Kurz vor der Autobahnauffahrt Kremmen holten wir die LBB-Gruppe ein und ruhten uns bis zum 2. Verpflegungspunkt bei Kilometer 49 im Windschatten aus. Von nun an hatten wir immer wieder Gegenwind, der heute auch stärker war als am Vortag. Nach wenigen Kilomtern fuhr ich nach vorne, um nun auch meinen Beitrag im Wind zu leisten. Zum Glück bog die Strecke immer Berliner RTFsmal wieder gen Osten ab, was zu ein wenig Erholung führte. Über Brieselang und Wustermark gelangten wir wieder auf Straßen, die ich von Trainingsrunden im Havelland kannte. Zwischen Karpzow und Priort lag bei KM 84 der letzte Kontrollpunkt auf einer kleinen Anhöhe. Neben Keksen, Broten und Bananen gab es hier auch noch Kuchen.

Berliner RTFsLeider verpassten wir nach dem erneuten Start den Zusammenschluss zweier Gruppen auf Grund einer sich schließenden Bahnschranke, kurz darauf konnten wir unsere Fahrt nun dezimiert fortsetzen. Jordan hatte Glück und war eine Gruppe weiter vorne. Über die etwas holprige Straße führten uns die Schilder nun nach Fahrland und weiter zur B2, der wir bis Groß Glienicke folgten. Von dort aus war die Straße nach Seeburg etwas weniger befahren und damit auch wesentlich angenehmer, denn auch, wenn die Gruppenstärke reicht, um auf der Straße fahren zu dürfen/müssen, ist dies nicht immer angenehm. Das Tempo wurde auf den schwächsten Fahrer abgestimmt, gemeinsam anzukommen, ist schließlich schöner als eine Einzelfahrt. Von Seeburg fuhren wir wieder quer rüber zur B2 und fuhren diese entlang runter nach Spandau hinein, wo wir gemütlich ausrollten (so gemütlich man halt im Stadtverkehr rollen kann). Am Ziel wartete Jordan schon und wenig später machten wir uns auf einen gemütlichen Heimweg, auf dem uns die übrigen Radler der RTF entgegen kamen. Am Ende dieses Tages standen für mich 164 Kilometer zu Buche, dieses mal natürlich nicht mit einem 30er Schnitt. Die Straßen dieser Tour waren grundsätzlich auch sehr schön, allerdings stärker befahren als die der Flämingrunde, was der größeren Nähe zu Berlin und den Autobahnauffahrten geschuldet ist. Die Organisation war auch hier sehr gut, vielen Dank an den RSV Spandau für diesen schönen Saisonausklang.
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Jens Ole • 15. Oktober 2012


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