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Leipziger Triathlon
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Leipziger Triathlon 2012

Etwas spät, aber hier ist er nun endlich: Mein Bericht zum Leipziger Triathlon 2012. Wie im Vorjahr nahm ich an der Olympischen Distanz teil, was 1500m Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen im und am Kulkwitzer See bedeutet. Während ich für die Wettbewerbe im Vorjahr auch spezifisch trainiert habe, also neben Radfahren auch Laufen und Schwimmen gewissenhafter und auch gekoppelt trainiert hatte, kann ich dies von diesem Jahr nicht behaupten. Gelaufen bin ich äußerst selten, die BIKE&RUN-Staffel, der rbb-Lauf und der Firmenlauf machen tatsächlich einen beträchtlichen Prozentteil aus. Und die erste Disziplin? Hahaha… Das ltzte Mal, dass ich in Gewässern war, die tiefer als meine Badewanne waren, war im April gewesen. Nicht die besten Voraussetzungen also. Na immerhin waren Neoprenanzüge erlaubt.

Um 11 Uhr sollte es also losgehen, zuerst mit den Lizenzstartern, 5 Minuten später dann die Tageslizenzler, zu denen auch ich zählte. Ich hatte mich gleich weiter hinten einsortiert und stellte mich schon mal auf brennende Arme ein. 5… 4… 3… 2… 1… und die Waschmaschine war am Laufen. Ich fand mich recht schnell in der Menge zurecht, ich hatte mich am Rand einsortiert. Der Kurs war ein Dreieck, das einmal zu umschwimmen war, die Distanzen zwischen den Wendebojen war entsprechend groß, der Motivationsschub beim Anblick entsprechend gering. Wie erwartet brannten die Arme, aber ich kraulte weiter, irgendwann war es egal, hier und da suchte ich mir den Wasserschatten anderer Schwimmer (für die Laien: ja, sowas gibt es Leipziger Triathlonauch beim Schwimmen 😉 ), kontrollierte immer wieder die Schwimmrichtung und versuchte immer wieder zu schätzen, wie weit es denn noch sein könnte. Jede Qual hat einmal ihr Ende und so auch diese. Nach gut 30 Minuten verließ ich den See, nicht einmal 3 Minuten schlechter als im Vorjahr, aber die Schwindelgefühle waren dieselben (Die Meter vom Wasser in die Wechselzone sind für Untrainierte wohl das größte Hindernis). In der Zone ließ ich mir ausreichend Zeit, den Neo abzulegen, der Anzug ist zu teuer und zu empfindlich, um ihn achtlos abzureißen. Radschuhe an, Helm und Brille auf und ab mit dem Rad auf die Straße. Die Radstrecke war der Part, auf den ich mich am meisten freute, hier würde ich in meinem Element sein, das hatte ich fast ausschließlich trainiert, wenn auch nicht direkt Zeitfahren. Ich schlug mich recht gut, hatte so einige Plätze gutmachen können (wurde aber natürlich auch von vielen Spezialisten überholt) und hatte am Ende einen 37er Schnitt zu Buche stehen, rein auf den 4 Runden ohne die jeweils 1km An- und Abfahrt waren es sogar 38 km/h. Helm gegen Mütze und Rad- gegen Laufschuhe getauscht ging es auf den zweimal zu absolvierenden Laufparcours am See entlang und durch die Siedlung hindurch. Wie erwartet waren die Beine wie der Atem schwer, aber ich wählte von Anfang an ein lockeres (so würde ich es bei einem Trainingslauf nennen) Tempo. Natürlich verlor ich wieder viele Plätze, aber davon ließ ich mich nicht beirren, ausgerechnet hatte ich mir für diesen Wettbewerb ohnehin keine neue Bestzeit. Irgendwie brachte ich das Rennen ins Ziel. Am Ende war ich im Vergleich zum Vorjahr etwa 6 Minuten langsamer, da hatte ich mit schlechteren Resultaten, vor allem beim Schwimmen gerechnet.

Meine Zeiten und Platzierungen (von 415 Teilnehmern)

Disziplin Zeit Disziplin Rennen
Schwimmen 0:30:16 176 176
Wechsel 1 0:03:26 346 206
Radfahren 1:08:28 90 139
Wechsel 2 0:02:07 301 147
Laufen 0:48:49 293 192
Gesamt 2:33:06 192

 

Duathlon od. TriathlonLeipzig

Jens Ole • 26. August 2012


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