Passion Radsport

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Berliner RTFs
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Berliner RTFs (Mai 2013)

Nachdem die Berliner RTFs im März noch dem Schnee zum Opfer fielen, standen für mich nun die ersten Veranstaltungen dieser Art im Jahr 2013 auf dem Programm. Am Samstag des Himmelfahrtswochenende sollte es locker starten mit einer Stadterkundung im geschlossenen Verband, organisiert vom RV Iduna, und am Sonntag sollte dann eine etwas flottere Variante gen Norden folgen, organisiert vom RC Berliner Bär.

RTF Berlin Total

Berliner RTFsZwei Runden sollten die Radfahrer heute quer durch Berlin führen, beide im geschlossenen Verband, die Straßen gesichtert durch eine Motorradstaffel der Berliner Polizei. Bei 110 vermutlich lockeren Kilometern entschied ich mich, die 30km zum Start mit dem Rad zu bewältigen, am Berliner Stadtrand traf ich dann meinen neuen Trainingskollegen Jan, der an diesem und am folgenden Tag seine ersten RTFs bestreiten sollte. Pünktlich um 11 Uhr folgte dann der „Startschuss“. Von Lichtenrade führte die Strecke geradewegs ins Stadtzentrum, rund um die Siegessäule, vorbei am Schloss Bellevue weiter anch Moabit und nach einer kleinen Schleife vorbei am Hauptbahnhof und Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz, wo wir an diesem Tag Berliner RTFsDIE Touristenattraktion waren. Nachdem die Highlights praktisch schon abgefahren waren ging es gen Osten nach Karlshorst, wo ein Verpflegungspunkt aufgebaut war. Danach führte die Strecke über Treptow, Kreuzberg und Neu-Kölln wieder zurück nach Lichtenrade wieder zum Startpunkt. Die 76km-Runde wurde mit lockeren 26km/h zurückgelegt.

Berliner RTFsNach einer kurzen Pause starteten wir auf die zweite Runde (35km), die nun etwas zügiger absolviert wurde. Noch einmal führte die Strecke direkt ins Zentrum, wo wir erneut den Potsdamer Platz ansteuerten und erneut erstaunten Applaus der Touristen ernteten. Wenig spektakulär verlief die Route nun direkt zurück, nur unterbrochen durch einen kurzen Kontrollstopp für die Wertungskartenfahrer. Wieder im Ziel angekommen, stärkten wir uns noch mit etwas Kuchen und brachen dann wieder auf. Für mich kamen an diesem Tag cwasserzeichen in bild einfügen ubuntua. 170 Kilometer zusammen. Geschlossener Vernad mit Tempodiktat (langsam) mag nicht jedermanns Sache sein, aber trotzdem ist dies eine sehr schöne Möglichkeit, günstig ohne Verkehr die Berliner Straßen zu befahren. Vielen Dank an den RV iduna für eine dieser seltenen Gelegenheiten.

RTF Berliner Bär

Berliner RTFsAm Folgetag sollte dann die RTF Berliner Bär im Stadtteil Waidmannslust stattfinden. Nach einem kurzen Check des Wetterberichts entschließen wir uns, das Risiko einzugehen. Morgens sollte es noch sonnig sein, erst im Laufe des Nachmittags war Regen angesagt, also sollten wir lieber schnell fahren. Mit der S-Bahn reisten wir dieses Mal an, da wir die lange Runde (150km) fahren wollten. Wir starteten mit der ersten Gruppe, die, nachdem die Ampeln der Stadt hinter uns lagen, auch gleich ordentlich anzog. Mit 40 Sachen ging es gen Norden aus den Berliner Vororten raus. Kurz nach meiner Ablösung erreichten wir bereits den ersten Kontrollpunkt, doch außer mir war kein wertungsfahrer dabei, auch Jan fuhr weiter, da er gerade seine Ablösung fuhr. Nach dem Stempel, einer Banane und einem Becher Tee machte ich mich auf die Verfolgung – wohlwissend, dass meine Chancen, die Gruppe einzuholen, schlecht standen, auch wenn ich meist mit Rückenwind fahren sollte.

Solo fuhr ich am Anschlag, es war praktisch meine Trainingseinheit für die eine Woche später stattfindenden Neuseenclassics. Ich überholte sowohl andere Einzelfahrer als auch kleinere Gruppen, ich meinte sogar, am Horizont die Gruppe zu erblicken. Leider schloss sich nach 10km Verfolgung vor mir eine Bahnschranke, damit waren alle Chancen dahin. Trotzdem fuhr ich weiter Anschlag, sprintete Wellen hoch, überholte weitere Grüppchen, die entweder schon früher gestartet waren, den Kontrollpunkt ausgelassen haben oder aus der ersten Gruppe herausgefallen waren. Nach 30km mit einem 38er Schnitt und einem Puls, der kontinuierlich im roten Bereich lag, erreichte ich den 2. Kontrollpunkt, wo Jan auf mich wartete und mir berichtete, dass ich etwa 3 Minuten nach ihnen da war… na hat sich doch gelohnt.

Berliner RTFsMit einem Fahrer von LBB-Radsport starteten wir mit gemäßigtem Tempo auf den nächsten Abschnitt und holten bald noch einen Fahrer vom BRC Semper ein. Zu viert erreichten wir dann den dritten Kontrollpunkt. Von da an, war das Tempo zügig, aber nicht mörderisch, gutes GA2-Training eigentlich. Wir integrierten noch einen 5. Fahrer, bevor ein unangenehmer Hagelschauer einsetzte, der zum Glück aber auch bald wieder zu Ende war, auch die Straßen waren bald wieder trocken, wir waren einfach zur falschen zeit am falschen Ort. Den Rest der Strecke zurück nach Berlin kämpften wir gegen den Wind an, dafür stärkten wir uns am letzten Kontrollpunkt noch mal. Mit einem 33er Schnitt habe ich diese RTF letztendlich beendet. Nach einer Stärkung im Ziel wollten wir uns gerade auf den Weg zum S-Bahnhof machen, da fing es doch noch an, zu regnen. Eine Regenpause nutzten wir dann für die erste Hälfte des Weges, bevor wir uns wieder unterstellen mussten, wir hatten nun wirklich keinBerliner RTFse Lust, pitschnass eine Stunde in der Bahn zu verbringen. Dabei fuhren immer noch RTF-Teilnehmer auf ihrem Weg zum Ziel an uns vorbei… gut, dass wir früh gestartet waren. Endlich wurde es etwas trockener und wir rollten schnell zum Bahnhof ins Trockene. Das Wetter hätte gerne noch trocken bleiben können, aber dafür kann der RC Berliner Bär ja nichts, vielen Dank für diese RTF.

BerlinBerlin TotalBerliner BärRTF

Jens Ole • 22. Mai 2013


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