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Radsport-Blog über Erfahrungen aus dem Hobby- und Lizenzbereich

Rund um Ascheffel 2014
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Rund um Ascheffel 2014

Endlich habe ich es mal geschafft: Als gebürtiger Rendsburger und seit 8 Jahren aktiver Radsportler hatte ich es bisher noch nie einrichten können, bei meinen Heimatrennen teilzunehmen. Bis vor ein paar Jahren hatte ich diese Rennen nicht einmal auf dem Schirm, da ich abgesehen von Großveranstaltungen wie den Cyclassics in Hamburg oder dem German Cycling Cup auch nie außerhalb des Großraums Berlin nach Rennen gesucht habe. Danach passte es häufig zeitlich nicht oder das Wetter spielte nicht mit wie 2013. Nun endlich stand der Teilnahme nichts mehr im Weg. Besonders auf Rund um Ascheffel 2014 habe ich mich sehr gefreut,  da die dreimal zu absolvierende Runde auf einer meiner Lieblingstrainingsstrecken verläuft, ich kenne also praktisch jeden Stein. Für dieses Rennwochenende reisten außerdem noch mein Team- und Trainingspartner Jan aus Berlin und Teamkollege Martin aus Hamburg an. Außerdem startete Hallziger Thomas für das Merida Masterteam in den Senioren-2 Lizenzrennen.

Rund um Ascheffel, TeamNachdem ich einige Tage zuvor noch eine Trainingseinheit auf der Strecke absolviert hatte, stieg die Vorfreude auf dieses Rennen noch mal an. Der Wetterbericht versprach Sonne und bei der Vorbereitung am Samstag schien sie auch. Im Startbereich wurde es dann zunehmend ungemütlicher, da sich eine Nebelwand in den Ort hineinschob. Sehnlichst erwarteten wir den Start, der uns direkt in eine 7% Steigung führen sollte. Drei Runden waren auf dem profilierten 16,5 km langen Kurs zu fahren. Die Strecke ist zu 99% in Topzustand und auch der letzte Dreck, der noch bei der Besichtigung auf der Straße lag, wurde zuvor vom Veranstalter Athletico Büdelsdorf weggefegt (Super!)

Es ging zum Glück nicht so zügig los, wie zuvor befürchtet worden war, das Feld blieb geschlossen und ich konnte mich schnell in die vorderen Reihen vorarbeiten. Bis auf ein Mal konnte ich mich eigentlich immer aus dem Getümmel des Feldes raushalten. Ich fahre nicht gerne mitten im Feld Rennen. Um dies zu umgehen, gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Fahre ganz hinten und gehe das Risiko ein, dass du die entscheidende Gruppe verpasst oder durch einen Sturz ausgebremst wirst oder fahre ganz vorne, aber möglichst nicht im Wind. Ich bevorzuge letzteres, wobei ich noch zuviel meiner Energie an der Spitze im Wind vergeude. Es machte aber auch Spaß, die Attacken mitzugehen, was mir erstaunlich leicht fiel oder die Gruppe als erster in die letzte Runde zu führen.

Rund um Ascheffel, PodiumJan habe ich während des Rennens immer mal wieder gesehen, auch er ging Attacken mit. Martin hatte es leider bereits in der ersten Runde aus einer Kurve getragen. Den Rückstand konnte er mit nun schleifender Bremse nicht wieder gutmachen und so beendete er das Rennen, um seine Kräfte für Nortorf zu sparen. Auf der letzten Runde war ich darauf konzentriert, nicht eingebaut zu werden. Auf dem letzten Kilometer bemerkte ich, dass 2 Fahrer vom OSC Potsdam und ein weiterer eine Lücke gerissen hatten, die mein Vordermann nicht zufahren konnte. Ich wusste, dass dies der entscheidene Vorstoß sein konnte (musste), und setzte mit einem Sprint die ansteigende Ortseinfahrt entlang hinterher. Ich drehte mich um, um zu sehen, dass mir niemand gefolgt ist, die Lücke war da, noch eine Kurve und wir waren auf der leicht ansteigenden Zielgeraden. Mir war klar, dass ich fast alle meine Kräfte für den Zwischenspurt aufgebracht hatte, aber auch, dass der Anfahrer, Fabian Pohl, vom OSC ebenso alles gegeben hatte für seinen Teamkollegen Thomas Altmann, der dann allerdings von Eugen Mesmer (HRC Hannover) abgefangen wurde. Die Beine brannten, aber ich konnte tatsächlich mein erstes Podium überhaupt einfahren… und das bei meinem Heimatrennen. So ne kleine Siegerfaust bei der Zieldurchfahrt war mir das wert. Komplettiert wurde das tolle Mannschaftsergebnis dann noch von Jan, der als 5. den Sprint des Hauptfeldes gewann. (Wie man im Video von Martin P. sieht, musste er sich von recht weit hinter durchkämpfen.)

Vielen Dank an den Ausrichter Athletico Büdelsdorf. Die Organisation von Rund um Ascheffel und die Strecke sind top. Ich hoffe, nächstes Jahr wieder dabei sein zu können.

 

AscheffelJedermannPodiumRennen

Jens Ole • 1. April 2014


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